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Performance

Das Performance-Dashboard ist das wichtigste Dashboard für die Umsatzanalyse. In diesem Video zeige ich dir, wie du Umsatz, Durchschnittsbon und Gästeanzahl über flexible Zeiträume hinweg analysierst – und wie du in wenigen Klicks vom Problem zur konkreten Erkenntnis kommst.

Das Performance Dashboard ist dein wichtigstes Werkzeug, wenn du Umsatzzahlen genauer unter die Lupe nehmen willst. Es zeigt dir nicht nur, ob dein Umsatz steigt oder fällt, sondern vor allem: warum, wo und wann. Genau diese Antworten brauchst du, um die richtige Maßnahme zu treffen statt nur zu reagieren.

Die Grundformel: Umsatz = Gäste × Durchschnittsbon

Dein Nettoumsatz ist immer die Folge von zwei Dingen: wie viele Gäste kommen und wie viel jeder einzelne ausgibt.

Umsatz Netto = Anzahl Gäste × Durchschnittsbon

Diese Zerlegung ist der Schlüssel zu jeder Umsatzanalyse, denn die Maßnahmen unterscheiden sich fundamental. Fehlen dir Gäste, helfen Sichtbarkeit, Bewertungen, Aktionen und Öffnungszeiten. Ist der Durchschnittsbon zu niedrig, helfen Zusatzverkauf, Menü-Platzierung und Preisarchitektur. Wer nur auf den Umsatz schaut, behandelt Symptome. Wer die Zerlegung kennt, behandelt die Ursache.

Alle drei Kennzahlen kannst du im Dashboard betrachten: im Zeitverlauf, je Standort, nach Wochentag und nach Schicht, ergänzt um externe Einflüsse wie Wetter, Ferien und Feiertage.

Der Vergleichswert: Vorjahr ist nicht immer der richtige Maßstab

Jede Zahl braucht einen Vergleich, sonst ist sie bedeutungslos. Das Dashboard bietet dir mehrere Optionen:

Vorjahr: Der Klassiker, gut für saisonale Geschäfte. Aber Vorsicht: Gab es im Vorjahr eine Sondersituation (Umbau, Baustelle, Sonderevent) oder ist der Standort neu eröffnet, führt der Vorjahresvergleich in die Irre.

Letzte 4 Wochen: Zeigt die kurzfristige Entwicklung und eignet sich für die operative Steuerung.

Benutzerdefinierter Zeitraum: Du wählst selbst, welche Periode als Maßstab dient, auf Datumsebene.

Planzahlen: Unsere Empfehlung, wenn Zielwerte im System hinterlegt sind. Dann siehst du auf einen Blick, wie nah du an deinen eigenen Zielen bist, statt dich an einer zufälligen Vergangenheit zu messen.

Zeiträume und Auflösungen richtig kombinieren

Eine einfache Regel macht den Unterschied zwischen Datenwust und klarem Trend: Je länger der Zeitraum, desto gröber die Auflösung.

Bei 14 Tagen ist die Tagesansicht richtig. Bei 90 Tagen wird die Tagesebene unübersichtlich; stell die Zeitauflösung auf Woche, dann fasst das Dashboard je sieben Tage zusammen und Trends springen dir ins Auge. Willst du ein ganzes Jahr oder mehr betrachten, wähle einen benutzerdefinierten Zeitraum und stelle die Auflösung auf Monat.

Der Analysepfad: in vier Schritten vom Problem zur Erkenntnis

So gehst du vor, wenn ein Standort auffällt. Ein Beispiel aus der Praxis:

Schritt 1: Abweichung erkennen. Du stellst den Zeitraum auf die letzten 90 Tage und siehst: Ein Standort, sagen wir Berlin, liegt über 11 % unter dem Vergleichswert. Klick auf den Standort, und du siehst die einzelnen Kalenderwochen.

Schritt 2: Gäste oder Bon? Du schaltest die Kennzahl um. Erst auf den Durchschnittsbon: unauffällig, kein Problem. Dann auf die Gästeanzahl: Da ist es. Berlin braucht mehr Gäste, nicht höhere Bons.

Schritt 3: Wann genau? Der Durchschnitt nach Wochentag zeigt: Sonntag und Montag laufen gut, Mittwoch ist in Ordnung, aber Donnerstag bis Samstag sind die kritischen Tage. Der Blick auf die Schichten verrät zusätzlich: Der Verlust liegt vor allem in der Spätschicht.

Schritt 4: Maßnahme ableiten. Die Diagnose lautet jetzt nicht mehr "Berlin läuft schlecht", sondern "Berlin verliert Gäste, konzentriert auf Donnerstag bis Samstag in der Spätschicht". Damit kannst du arbeiten: Abendangebote prüfen, lokale Sichtbarkeit an den Wochenendtagen stärken, Öffnungszeiten und Wettbewerbsumfeld am Abend hinterfragen. Ohne die Zerlegung hättest du vielleicht am Mittagsgeschäft geschraubt, das gar kein Problem hat.

Externe Einflüsse mitdenken

Wetter, Ferien und Feiertage werden im Dashboard angezeigt, damit du Abweichungen einordnen kannst. Drei Regentage in einer Woche erklären einen Gästerückgang auf der Terrasse; ein Feiertagsmontag verzerrt jeden Wochentagsvergleich. Prüfe bei jeder Auffälligkeit zuerst, ob ein externer Faktor sie erklärt, bevor du Maßnahmen ableitest. Ein Sondereffekt braucht keine Gegensteuerung, ein struktureller Trend schon.

Typische Anwendungsfälle

  • Zielerreichungskontrolle: Liegen alle Standorte auf Plan, und wer weicht ab?

  • Operative Umsatzsteuerung: Wo genau (Standort, Wochentag, Schicht) entsteht die Abweichung?

  • Budget- und Planungsvorbereitung: Wie haben sich Gäste und Bon über das Jahr entwickelt?

  • Standortvergleich: Welcher Standort wächst über Gäste, welcher über den Bon?

Gut zu wissen

Wie die Gästeanzahl gezählt wird, hängt von deinem Kassensystem und deinem Konzept ab. In manchen Setups entspricht sie der Anzahl der Bons, in anderen der tatsächlich erfassten Personenzahl. Für die Analyse innerhalb deines Betriebs ist das unkritisch, solange die Zählweise konstant bleibt. Beim Vergleich mit Branchenwerten oder anderen Unternehmen solltest du die Definition kennen. Frag im Zweifel dein Customer Success Team, was bei dir hinterlegt ist.

Planzahlen, Eventkalender und Wetterdaten sind optionale Bausteine deines Setups. Wenn dir der Planzahlen-Vergleich noch nicht angeboten wird, sprich uns an, die Einrichtung lohnt sich: Sie macht aus dem Dashboard ein echtes Steuerungsinstrument statt eines Rückspiegels.

Wo bekomme ich mehr Informationen zu Ferien- & Feiertagen?

Wenn du mehr Informationen zu den angezeigten Ferien- und Feiertagen erhalten möchtest, klicke mit der rechten Maustaste auf den Ferien/Feiertag Balken.

Jetzt wird die die komplette Liste der Ferien- und Feiertage angezeigt. Diese steht übrigens auch für den Download zur Verfügung. Klicke hierzu einfach auf “Herunterladen”.

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